Über rotelockenunterwegs

Unterwegs sein. Was bedeutet das eigentlich? Heißt es nicht an einem Ort sein oder nicht still stehen, in Bewegung sein? Körper, Seele und Geist, alle diese Teile können ganz unabhängig voneinander unterwegs sein. Und genau so ist es auch gemeint. Meine roten Locken erregen in anderen Ländern gerne Aufmerksamkeit, aber genauso gerne schwelgen sie heimlich in Erinnerungen, Träumen und Gedanken, malen die Welt von morgen im Geiste bunt und bunter, bauen Luftschlösser und stellen Fragen an das Leben. All das ist unterwegs sein für mich und ich freue mich, mit euch ein kleines Stückchen dieser Abenteuer teilen zu dürfen.

Schon immer war ich auf der Suche. Nach was, wusste ich lange nicht. Nach meiner Ausbildung zur Physiotherapeutin ging ich knapp 3 Monate nach Mittelamerika und beschloss, dem Beruf eine Chance zu geben. Doch stellte ich schon nach kurzer Zeit fest, dass es mich einfach nicht glücklich machte. Also kündigte ich nur 9 Monate später und ging alleine nach Südspanien, um mich selbst etwas besser kennen zu lernen. Die drei Monate dort halfen mir sehr, mir über manches klarer zu werden. Und so begann ich ein Germanistik-Studium, erst in Mainz, nun in Leipzig. Während meiner Azubi-Zeit habe ich meine Mitbewohnerinnen immer um ihr Studenten-Dasein beneidet. Da gab es so viel mehr zu entdecken, als in meiner festgelegten Ausbildung, so viel mehr Gestaltungsfreiraum. Genau dieser Freiraum ist es, der das Studium für mich wertvoll macht. Ob ich was mit Germanistik arbeiten werde? Naja. Mein Traumjob ist weiterhin „reisende Luftschloss-Bauerin“ und hey, ich arbeite daran 😉