Einsamkeit

Einsamkeit, das ist nach außen frei sein und nach innen drin eingeengt, ist zentnerschwer aber nicht zu greifen, lässt sich nicht fangen und entsorgen, einfach mal so.

Einsamkeit, das ist schweben in einem luftleeren Raum, ohne Halt und ohne Sicherheit.

Einsamkeit ist nicht all-eine sein, denn es gibt kein alle und einen, es gibt nur dich. Es gibt dich als Wesen, das du nicht verstehst, dass deinen Gedanken lauscht, als wärst du zwei und dich trotzdem nicht trösten kann.  

Einsamkeit ist Menschen Hallo sagen und lächeln und sich außerhalb ihrer Reichweite fühlen, ist fernab der anderen in einer Metaebene stecken und gegen eine Wand rufen.

Einsamkeit ist rufen im Stummen, treten im Leeren, schwimmen im Sand.

Einsamkeit ist ein Gefühl, das niemand gleich erleben kann, sonst wäre es eine Rechnung.

Einsamkeit ist schwer auszuhalten; sie zeigt uns einen Spiegel, der uns zur Verantwortung zieht.

Einsamkeit ist ein Semikolon, kommt danach und davor, lässt Raum für Alles und Alles kann Angst machen, Alles ist groß.

Einsamkeit ist ein Wort, dass wir im Deutschen sogar zu zweit können – Zweisamkeit. Aber das ist trotzdem etwas ganz anderes.

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